Magnesiumchlorid – Anwendung und Wirkung

Magnesiumchlorid, das Magnesiumsalz der Salzsäure, ist ein natürlich vorkommendes Mineralsalz. Seine an Wunder grenzende Heilwirkung wurde im ersten Weltkrieg entdeckt und seitdem von zahllosen Medizinern bei vielen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. Entdecken Sie, wie Sie sich die erstaunliche Heilwirkung dieses Mineralstoffes in Ihrem Alltag zunutze machen können.

Magnesiumchlorid – Formel

Magnesiumchlorid ist ein natürlich vorkommendes Mineralsalz mit der chemischen Formel MgCl2. Das Mineral besteht aus Magnesium– und Chloridionen im Verhältnis 1 zu 2 und wird aus den Salzablagerungen ausgetrockneter Meere in Form des Hexahydrates (MgCl2 • 6H2O) gewonnen. Die Kristallstruktur besteht also aus sechs Teilen Wasser und einem Teil MgCl2.

Magnesiumchlorid: Magnesiumgehalt Meerwasser

Magnesiumhexahydrat hat ein Molekulargewicht von 203,3 g/mol und enthält 47% Magnesiumchlorid und 53% Kristallwasser. 100 Gramm des frei verkäuflichen Magnesiumhexahydrats enthalten 12% oder 12g reines Magnesium (die Atommasse von Magnesium ist 24,3g/mol).

1 Gramm Magnesiumchlorid Hexahydrat enthalten 120mg reines ionisches Magnesium

Verwendung in Lebensmitteln

Magnesiumchlorid wird in der EU als Lebensmittelzusatzstoff E 511 eingesetzt und auch in Bioprodukten als Säureregulator, Festigungsmittel und Geschmacksverstärker verwendet. So erfolgt die Herstellung von Tofu mithilfe von Magnesiumchlorid.

Magnesiumchlorid – Die Entdeckung eines “Allheilmittels”

Während des ersten Weltkriegs im Jahre 1915 entdeckte der französische Chirurg und Arzt, Prof. Dr. Pierre Delbet (1861-1957), dass er mit einer Magnesiumchloridlösung nicht heilende Wunden verletzter Soldaten, die sich trotz der Behandlung mit allen damals üblichen medizinischen Methoden nicht schließen wollten, innerhalb weniger Tage von Gasbrand kurieren konnte. Daneben beobachtete er bei seinen Patienten, dass Haare und Nägel kräftiger wurden und ihre Energie und Tatkraft anstieg.

Dr. Delbet fand heraus, dass Magnesiumchlorid die Aktivität der Leukozyten und die Phagozytose verdreifachte. Überrascht von der erstaunlichen Wirkung von der Minerallösung verabreichte er seinen Patienten auch Magnesiumchlorid-Infusion und gab Ihnen Magnesiumchlorid-Lösung zu trinken. Dabei stellte er fest dass die Magnesiumchloridlösung das Immunsystem seiner Patienten extrem verstärkte. Diesen Effekt nannte er Zytophylaxie. Schon bald zeigte sich, dass kaum eine Krankheit nicht auf eine Behandlung mit diesem einzigartigen Mineralsalz anschlug.

Wogegen hilft Magnesiumchlorid

Dr. Delbet entdeckte erstaunliche Resultate bei diesen Erkrankungen:

  • Chronische Darmentzündung (Colitis)
  • Muskelkrämpfe
  • Akne
  • Ekzeme
  • Psoriasis
  • Brüchige Nägel
  • Verringertes Haarwachstum
  • Warzen
  • Juckende Hautausschläge
  • Allergien (Nesselsucht, Asthma, Heuschnupfen, anaphylaktische Reaktionen )
  • Frostbeulen
  • Hypertrophie der Prostata
  • Impotenz
  • Parkinson
  • Krebs

Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte Professor Dr. Delbet als Mitglied der angesehenen Académie de Médecine in dem Buch Politique Préventive du Cancer (1944) und anderen medizinischen Fachbüchern.

Der französische Landarzt, Dr. A. Neveu fand später heraus, dass die Magnesiumchloridtherapie auch bei der Behandlung von Diphterie erfolgreich verlief. All seine Patienten waren innerhalb kurzer Zeit geheilt – ohne die sonst oft beobachteten Spätfolgen wie Herzschäden oder Lähmungen der Gliedmaßen. Ähnlich gute Behandlungserfolge erzielte Dr. Neveu bei folgender Krankheiten:

  • Kinderlähmung (Poliomyelitis),
  • Rachenentzündung (Pharyngitis),
  • Mandelentzündung (Tonsillitis),
  • Heiserkeit,
  • Erkältung,
  • Influenza,
  • Asthma,
  • Atemwegsinfektionen,
  • Bronchitis,
  • Lungenentzündung,
  • Lungenemphysem,
  • Keuchhusten,
  • Masern,
  • Röteln,
  • Mumps,
  • Scharlach,
  • Lebensmittelvergiftungen,
  • Magen-Darm-Grippe,
  • Abszesse, Furunkel, Karbunkel (zusätzlich feuchte Magnesiumchlorid-Verbände)
  • Erysipel (Wundrose),
  • Nagelbettentzündung,
  • Kindbettfieber und
  • Osteomyelitis (infektiöse Entzündung des Knochenmarks)

Mit Hilfe der oralen Einnahme von Magnesiumchloridlösung konnte die damals hohe Sterblichkeit von Infektionskrankheiten deutlich gesenkt und nicht selten sogar auf Null reduziert werden.

Andere Ärzte verwendeten die Magnesiumschlorid-Lösungen auch erfolgreich bei der Behandlung folgender Beschwerden:

  • Herpes Zoster
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Rheuma
  • Verkalkungen der Wirbel, Bänder, Sehnen und Gelenken
  • Arthritis
  • Allergien
  • chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
  • Karies
  • Osteoporose
  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck
  • Burnout
  • ADHS
  • Krebs und viele andere Erkrankungen

Vor diesem Hintergrund scheint es somit kaum ein Leiden zu geben, das nicht auf die Volkskrankheit Magnesiummangel zurückgeht und nicht auf eine Behandlung mit diesem neu entdeckten Heilmittel gegen anspricht.

Rezept zur Herstellung der Magnesiumchloridlösung

Magnesiumchlorid Lösung zum Trinken selbst herstellen

Zur Herstellung der verwendeten Magnesiumschloridlösung zum Trinken wurden 25 g reines Magnesiumschlorid-Hexahydrat (MgCl2 x 6H2O) in Wasser gelöst und bis auf einen Liter mit Wasser aufgefüllt. Ein Liter der Minerallösung enthielt somit 3g reines ionisches Magnesium.

Dosierung der Magnesiumchloridlösung

Dosierung

Von der beschriebenen Magnesiumchlorid Lösung sollten den genannten Ärzten zufolge bei Krankheit altersabhängig folgende Mengen getrunken werden:

AlterDosis Magnesiumchlorid-LösungReines Magnesium in g
Erwachsene und Kinder über fünf Jahre125 ml373 mg
Vierjährige Kinder100 ml299 mg
Dreijährige Kinder80 ml239 mg
Ein bis zweijährige Kinder60 ml179 mg
Kinder über sechs Monate30 ml90 mg
Kinder unter sechs Monate15 ml45 mg

Bei Kindern wurde die Magnesiumchlorid-Lösung mit Wasser verdünnt und mit Zitronensaft und Zucker schmackhaft gemacht.

Anwendung der Magnesiumchloridlösung

Anwendung

Die vorerwähnte Menge der Magnesiumchloridlösung bekamen die Patienten morgens und abends zum Trinken. In akuten Fällen (z. B. bei Poliomyelitis) wurde die Dosis für 48 Stunden alle 6 Stunden bzw. sogar alle 3 Stunden verabreicht.

Nach der Genesung sollten die Patienten die jeweilige Dosis noch einige Tage lang morgens und abends einnehmen.

Haftungsausschluss
Die hier zugänglich gemachten medizinischen Fakten sind allgemeine Informationen, die nicht zur Selbstanwendung oder Selbsttherapie gedacht sind. Falls Sie eine Behandlung mit Magnesiumchlorid in Betracht ziehen, fragen Sie zuvor Ihren Arzt.

 

Wirkung

Ein Wundermittel, das angeblich gegen alle Krankheiten wirkt, erweckt bei den meisten Medizinern zu Recht Misstrauen. Bei Magnesium liegt der Fall jedoch anders.

Denn inzwischen weiß man, dass ohne Magnesium im Stoffwechsel gar nichts mehr läuft. Tatsächlich kommen alle biochemischen Reaktionen in der Zelle in Abwesenheit von Magnesium zum Erliegen. Es gibt in der Tat keinen essentiellen Mineralstoff, der eine derartig zentrale Rolle im Zellstoffwechsel spielt wie Magnesium.

Deshalb führt Magnesiummangel unweigerlich zu Stoffwechselstörungen, die sich in Form eines breiten Spektrums unterschiedlichster Krankheiten und Symptome äußern können. Denn alle Stoffwechselprozesse im Körper haben eines gemeinsam: Ohne Energieübertragung läuft gar nichts! Da  jedoch die Energieproduktion der Zelle von Magnesium abhängig ist, ist der Organismus ohne Magnesium erledigt.

Inzwischen sind über 600 biochemische Reaktionen im Zellstoffwechsel bekannt, die von der Gegenwart von Magnesium abhängig sind:

Stoffwechselwirkungen von Magnesium
  • Proteinsynthese
  • Muskelkontraktion
  • Nervenfunktion
  • Blutzuckerkontrolle
  • Hormonstoffwechsel
  • Blutdruckregulation
  • Erregbarkeit des Herzens
  • Ionentransport (z. B. Natrium-, Kalium-, Kalziumionen) durch die Zellmembranen
  • Energiestoffwechsel (ATP-Bildung, Glykolyse, oxidative Phosphorylierung)
  • Nukleinsäuresynthese (DNS, RNS)

Diese Liste lässt erahnen, welch fatale Auswirkung Magnesiummangel auf die Gesundheit hat. Wie genau sich der Mangel individuell auswirkt, ist abhängig von der persönlichen Veranlagung, den jeweiligen Lebensumständen, Schwachstellen und Ernährungsgewohnheiten. Je größer das Magnesiumdefizit ist und je länger es andauert, desto gravierender sind die gesundheitlichen Folgen auf körperlicher, mentaler, emotionaler und seelischer Ebene.

Die beste Magnesiumquelle

Die beste Quelle von Magnesium ist natürlich eine gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an magnesiumreichen Lebensmitteln. Dennoch kann es auch bei gesunder Grundernährung unter bestimmten Umständen angezeigt sein, zusätzlich Magnesiumpräparate einzunehmen, um die entleerten Magnesiumdepots möglichst schnell wieder aufzufüllen. Dies gilt insbesondere bei chronischen Erkrankungen, im Leistungssport oder wenn Sie an mehreren Symptomen von Magnesiummangel leiden.

Magnesiumchlorid Nebenwirkungen

Wie bei nahezu allen Magnesiumpräparaten so ist auch bei Magnesiumchlorid die häufigste Nebenwirkung eine Aufweichung des Stuhls bis hin zum Durchfall. Ab welcher Dosis dies zu erwarten ist, ist individuell jedoch sehr verschieden.

Abgesehen davon kann es in seltenen Fällen bei einer oralen Überdosierung zu folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen kommen:

Seltene Nebenwirkungen einer Überdosierung von Magnesiumchlorid
  • Allergische Reaktionen wie Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen
  • Schwindel
  • Schwäche
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kurzatmigkeit
  • starker Durchfall

Diese Nebenwirkungen sind in der Regel jedoch reversibel, wenn das Magnesiumpräparat abgesetzt oder dessen Dosis reduziert wird. Andernfalls sollte man einen Arzt konsultieren.

Wenn Sie Durchfall, Nierenfunktionsstörungen oder einer chronisch entzündlichen Darmentzündung (Colitis ulcerosa) haben, sollten Sie Magnesiumchlorid nicht ohne ärztliche Aufsicht einnehmen.

Wechselwirkung mit Medikamenten

Magnesiumschlorid kann mit bestimmten Medikamenten wechselwirken. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Antibiotika
  • Digoxin
  • Bisphosphonate
  • Tetracycline
  • Natriumpolystyrolsulfonat

Daher sollte man eine Einnahme des Magnesiumsalzes bei gleichzeitiger Zufuhr von Medikamenten mit dem Arzt absprechen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Neben der oralen Einnahme kann Magnesiumchlorid auch transdermal, also über die Haut, angewandt werden. Beliebt sind Einreibungen mit Magnesiumöl, Umschläge und Inhalationen. –

Magnesiumchlorid Fußbad

Für ein Fußbad lösen Sie 3 Esslöffel Magnesiumchlorid Hexahydrat in 3 Liter warmem Wasser. Baden Sie Ihre Füße anschließend für mindestens  30-45 Minuten darin. Diese Anwendung eigene sich bei einer Neigung zu Fußkrämpfe, rissigen Füßen und Fußpilz.

Magnesiumchlorid Bad

Für ein Vollbad lösen Sie 3kg des Hexahydrats in 150 Liter warmem Wasser. Nehmen Sie anschließend ein 30-45 minütiges Vollbad in dem warmen Mineralwasser.

Die transdermale Anwendung von Magnesiumchlorid eignet sich besonders bei Hauterkrankungen oder Wunden, die sich auf andere Weise nicht schließen.

Magnesiumchlorid transdermal Studien

Ob, wieviel und wie Magnesium bei der transdermalen Anwendung von Magnesiumchlorid durch die Haut in den Körper gelangt, darüber streiten sich die Experten.

Die Studienlage zur transdermalen Aufnahme von Magnesium ist noch dünn. Dennoch haben Forscher bereits nachgewiesen, dass in Wasser gelöste Magnesiumionen die intakte Hautbarriere innerhalb von 15 Minuten auf verschiedenen Wegen penetrieren und durch die Haut in die Zellen und das Blut gelangen. Dass Magnesium transdermal in den Körper aufgenommen wird, kann von informierten Wissenschaftlern also nicht mehr bestritten werden.

Magnesiumchlorid transdermal Erfahrungen

Es gibt eine Vielzahl begeisterter Erfahrungsberichte über die transdermale Anwendung von Magnesiumchlorid. Die unkomplizierte Verwendung von Magnesiumchloridöl ist besonders populär. Aber auch Fußbäder und das Baden in Badewasser, das mit Magnesiumchlorid angereichert ist, scheint überaus entspannend und erholsam zu sein. Die Nerven beruhigen sich, die Muskulatur wird entspannt, das Immunsystem wird gestärkt, der Energiestatus verbessert sich und Hautreizungen nehmen ab.

Am besten Sie berichten Ihre Erfahrungen mit der Anwendung von Magnesiumchlorid in Form eines Kommentars zu diesem Beitrag.

Magnesiumchlorid Tipps

Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von Magnesiumchlorid lassen sich wunderbar kombinieren. Sie können also morgens ein Fußbad machen, abends ein warmes Vollbad nehmen, sich vor dem Sport oder Sonnenbaden mit Magnesiumöl einreiben und die Magnesiumsalzlösung oral einnehmen. Dadurch lässt sich Magnesiummangel schneller beheben als mit nur einer Anwendungsart.

Falls die orale Einnahme nicht vertragen werden sollte, kann man diesbezüglich auf besser verträgliche Magnesiumsupplemente wie z. B. Magnesiumorotat oder Magnesium-L-Threonat ausweichen.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie täglich genügend Vitamin D3, Vitamin K und Calcium in ihren Ernährungsplan einbauen. Denn diese vier Vitalstoffe wirken synergistisch zusammen.

Magnesiumchlorid kaufen

Magnesiumchlorid ist ohne Rezept frei verkäuflich. Aber es gibt verschiede Reinheitsgrade von Magnesiumchlorid auf dem Markt. Daher sollten Sie das Mineralsalz nur bei seriösen Anbietern kaufen.

Zechstein Magnesiumchlorid 25kg

Die beste natürliche Magnesiumchloridquelle ist zertifiziertes Zechsteinsalz aus den Magnesiumchloridablagerungen des Zechstein Urmeeres.

Zechstein Magnesium Magnesiumchlorid kaufen
Wie Sie aus Zeckstein-Magnesiumchlorid ganz einfach Magnesiumchlorid-Öl herstellen, erfahren Sie im Beitrag über Magnesiumöl.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kombination von oraler und transdermaler Anwendung von Magnesiumchlorid die beste Möglichkeit zur Normalisierung und Optimierung der entleerten intrazellulären Magnesiumkonzentration ist. Als Folge davon sollten alle Magnesiummangelsymptome verschwinden und eine deutliche Verbesserung des körperlichen, geistigen und emotionalen Gesundheitszustandes eintreten.

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