24 Magnesium Brausetabletten im Test

Magnesium-BrausetablettenMagnesium Brausetabletten gibt es wie Sand am Meer. Aber welche Magnesium Brause ist die Beste? Um die Qual der Wahl zu erleichtern, haben wir 24 Magnesium Brausetabletten für Sie getestet.

Entdecken Sie, warum Magnesium so wichtig für die Gesundheit ist, wie hoch der Preis für den empfohlenen Tagesbedarf von 375 mg elementares Magnesium ist, welche Brausetabletten gefährliche Zusatzstoffe enthalten und welche Alternativen es gibt, um lebensgefährlichen Magnesiummangel zu verhindern. Machen Sie gleich den bewährten Magnesiummangel Test und finden Sie heraus, ob Sie Magnesiummangel und wie viel Magnesium Sie persönlich brauchen.

Wie gefährlich ist Magnesiummangel

Wohl jeder hat schon einmal Krämpfe in den Beinen oder unwillkürliche Muskelzuckungen gehabt. Aber nur wenige wissen, dass die meisten Beschwerden und Krankheiten mit Magnesiummangel zu tun haben. Zu den Magnesiummangel Symptomen zählen unter anderen folgende:

  • Beinkrämpfe, Krämpfe im Fußgewölbe, Muskelzucken, Lidzucken, Krämpfe aller Art
  • Verstopfung
  • Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen
  • Regelkrämpfe, PMS, Menstruationsbeschwerden, Präeklampsie, Fehlgeburten
  • Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, plötzlicher Herztod
  • Glukoseintoleranz, (Prä)Diabetes, Insulinresistenz
  • Osteoporose, Knochenbrüche, Osteomalazie, Arthrose, Karies
  • Tagesmüdigkeit, Depressionen, Burnout, ADHS, MS, Alzheimer, Krebs
  • Leistungseinbrüche im Sport, Sportverletzungen, Muskelzerrungen, Bänderrisse

Mit Magnesium Brausetabletten lassen sich solche Stoffwechselentgleisungen leicht verhindern, wenn ein Mangel der Grund ist. Auf Dauer sollte man aber die individuellen Ursachen für Magnesiummangel erkennen. So gehören mit Zucker gesüßte Speisen und Getränke, Fastfoood, Stress, Schlafmangel, Alkohol, Rauchen, Medikamente und inkorporierte Gifte zu den größten Magnesiumkillern. Aber auch Sport und starkes Schwitzen können die Magnesiumdepots schnell entleeren.

Wer an den oben genannten Symptomen leidet, sollte deshalb seine Ernährung auf magnesiumreiche Lebensmittel umstellen, seinen Lebensstil überdenken und zusätzlich gute Magnesiumpräparate einnehmen, bis der Mangel behoben ist. Und das kann ein halbes Jahr dauern, weil der Körper nur einen geringen Teil des aufgenommenen Magnesiums in seine Organe einbaut und über die Hälfte des im Körper gespeicherten Magnesiums in den schwer zugänglichen Knochen lokalisiert ist.

Wie gut sich Magnesium Brausetabletten zum Auffüllen geplünderter Magnesiumspeicher eignen, hängt von der Form und Menge des enthaltenen Magnesiums, aber auch von den Zusatzstoffen ab. Wer einen Blick auf die Inhaltsstoffe riskiert, erkennt schnell, dass gerade Magnesium Brausetabletten jede Menge Zusatzstoffe enthalten. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie gesund sind diese Zusatzstoffe?

Magnesium Brausetabletten Wirkung

Zu den kritischen Zusatzstoffen von Magnesium Brausetabletten gehören insbesondere Aromen und Süßungsmittel. Beide können auf Dauer erhebliche Nebenwirkungen haben, die wir gleich besprechen werden.

Die Wirkung von Magnesium besteht in der ursächlichen Behebung der oben genannten Anzeichen von Magnesiummangel. Bei falscher Anwendung kann es aber auch zu Nebenwirkungen wie Durchfall kommen, der sich jedoch mit einfachen Tricks leicht vermeiden lassen.

Magnesium Brausetabletten Test

Die folgenden Tabelle zeigt einen Überblick über den Preis, den Magnesiumgehalt, die Magnesiumform und einige ausgewählte gesundheitsrelevante Inhaltsstoffe der 24 getesteten Magnesium Brausetabletten. Die auf den durchschnittlichen täglichen Magnesiumbedarf (375 mg reines Magnesium) umgerechneten Kosten machen die Brausetabletten vergleichbar. Hierbei wurden soweit möglich die Herstellerpreise ohne Rabatte zugrunde gelegt.

Produktmg Mg / Tabl.Mg-Artenthält*Packung [€]375 mg Mg [ct]**
DAS gesunde PLUS Magnesium Brausetabletten dm 375375MgCO3Sorbit
Cyclamat+Saccharin
20 Tabl. € 0,402
Doppelherz Magnesium + Kalium Sport Brausetabletten300MgCO3Kalium
Vit. B6+B12
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 2,952,4
Aldi Multinorm Magnesium
240MgCO3B-Komplex
C+E***, Äpfelsäure
Cyclamat+Saccharin
14 Tabl. € 0,404,5
DocMorris Magnesium Brausetabletten240MgCO3B-Komplex
C+E***, Äpfelsäure
Cyclamat+Saccharin
14 Tabl. € 0,495,5
Sunlife Magnesium Brausetabletten 187,5MgCO3Inulin
Cyclamat+Saccharin
20 Tabl. € 0,797,9
DAS gesunde PLUS Magnesium Brausetabletten dm 400 + B6+B12400MgCO3Sorbit
B6+B12
Inulin
Sucralose+Acesulfam K
20 Tabl. € 1,75
8,2
KRÜGER Day by Day Magnesium250MgCO3Steviaglycoside (0,6%)14 Tabl. € 1,0911,7
Altapharma Brausetabletten Magnesium 400 Rossmann400MgCO3Sorbit
Vit. C+E***
Inulin
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 1,5913,3
Doppelherz Magnesium 500 Brausetabletten500MgCO3Sorbit
B12, Äpfelsäure
Inulin
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 2,9915
Abtei Magnesium 400 Plus C+E400MgCO3Sorbit
Vit. C+E
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 2,9518,4
Kneipp Magnesium mit Vitamine B, C, E300MgCO3B-Komplex
C+E***, Äpfelsäure
Cyclamat+Saccharin
20 Tabl. € 2,9918,7
Kneipp Magnesium + Ca+D3245MgCO3Kalzium
Vit. D3+C
Cyclamat+Saccharin
20 Tabl. € 2.9922,9
Kneipp Männer Mineralstoffe375MgCO3Zink, Selen
B12, Äpfelsäure
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 3,4923,3
Kneipp Magnesium 400+C+E400MgCO3Vit. C+E***
Äpfelsäure
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 3,7923,7
Doppelherz Magnesium Calcium+D3300MgCO3Kalzium
Vit. D3
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 2,9124,3
Kneipp Frauen Mineralstoffe300MgCO3Kalzium, Iod
Zink, Eisen
D3+C+Folsäure
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 3,7931,6
Doppelherz Magnesium 400 Brausetabletten + B1+B6+B12+Folsäure400MgCO3Folsäure
B1+B6+B12
Cyclamat+Saccharin
15 Tabl. € 6,1938,7
Biolectra Magnesium 365 fortissimum365MgCO3 + Mg3Citrat2Cyclamat+Saccharin20 Tabl. € 12,2062,7
Biolectra Magnesium 243 mg forte243MgOSorbit
Kalium, Äpfelsäure
Cyclamat+Saccharin
20 Tabl. € 9,9676,9
Magnesium-Sandoz 243mg Brausetabletten243MgAsp2
+ MgO
Sorbit
Aspartam
20 Tabl. € 9,9776,9
Diasporal 250 aktiv Brausetabletten250MgCitratCyclamat+Saccharin20 Tabl. € 10,5078,7
Magnesium Verla Brausetabletten121,5MgAsp2 Sorbit+Fruktose
Cyclamat+Saccharin
20 Tabl. € 6,2997
Biolectra® Magnesium 150 mg Brausetabletten150MgOCyclamat+Saccharin20 Tabl. € 9,95125
Produktmg Mg/Tabl.enthält*Packung [€]375 mg Mg [ct]*
* Alle Magnesium Brausetabletten enthalten die Süßstoffe Cyclamat und Saccharin außer das dm-Produkt mit 400 mg Magnesium (Sucralose und Acesulfam K) und die Sandoz® Brausetabletten (Saccharin+Aspartam)
** Tagesbedarf an elementarem Magnesium gemäß NRV (nutrient reference values; Verordnung (EU) Nr. 1169/2011)
*** Diese Form von Vitamin E enthält nur 1/8 der natürlichen Vitamin E-Form

Wie Sie sehen, sind die teuersten Magnesium Brausetabletten apothekenpflichtig. Sie kosten rund 62-mal so viel wie die Magnesiumtabletten aus dem Drogeriemarkt dm.

Ist der exorbitante Preisunterschied gerechtfertigt oder einfach nur Wucher?

Magnesiumart und Bioverfügbarkeit

Die Form des Magnesiums bestimmt seine Bioverfügbarkeit, also den Magnesiumanteil, der vom Magen-Darm-Trakt ins Blut aufgenommen wird.

Organisch gebundene Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat können vom Körper in der Regel sehr viel besser aufgenommen werden als die billigen anorganische Magnesiumsalze, die größtenteils ungenutzt wieder ausgeschieden werden, wie Magnesiumoxid oder Magnesiumcarbonat, das Magnesiumsalz der Kohlensäure. Magnesiumcitrat hat also eine wesentliche höhere Bioverfügbarkeit als Magnesiumcarbonat.

Jedoch verwenden nur drei der sechs teuersten Hersteller organische Magnesiumsalze wie Magnesiumcitrat (MgCitrat), Trimagnesiumdicitrat (Mg3Citrat2) oder Magnesiumaspartat [MgAsp2, Magnesium-bis-(hydrogenaspartat)-dihydrat]. Die anderen drei Anbieter enthalten ebenfalls Magnesiumcarbonat (MgCO3) oder Magnesiumoxid (MgO).

Die Magnesiumart spielt in diesem Fall jedoch keine Rolle, weil alle Magnesium Brausetabletten auch Zitronensäure enthalten. Bei der Auflösung der Brausetablette im Wasser reagiert die Zitronensäure mit den anorganischen Magnesiumsalzen und wandelt diese in das hochwertige gelöste “Magnesiumcitrat” um.

Alle 24 Magnesium Brausetabletten haben die gleiche Bioverfügbarkeit.

Magnesium Brausetabletten Apotheke

Magnesium Brausetabletten aus der Apotheke sollten eigentlich die besten sein. Denn hier bekommt man schließlich das Destillat der aktuellen medizinischen Forschung. Außerdem unterliegen alle Produkte aus der Apotheke besonderen Rückstands- und Reinheitskontrollen. Dass das auch seinen Preis hat, leuchtet ein.

Vergleicht man jedoch die Inhaltsstoffe der apothekenpflichtigen Magnesium Brausetabletten der Markenprodukte von Bioelectra®, Sandoz® Diasporal® und Verla® mit den bis zu 62-mal günstigeren Magnesium Brausepillen aus dem dm-Markt, dann gibt es auch hier keine relevanten positiven Unterschiede.

Eine Ausnahme ist das extrem günstige Produkt der niederländischen Versandapotheke DocMorris. Hier wird die Tagesration an Magnesium (375 mg reines Magnesium) schon für 5,5 Cent angeboten. Zusätzlich brillieren die Brausetabletten von DocMorris mit fast allen Vitaminen (B-Komplex, C + E) und sind ausschließlich mit natürlichen Fruchtextrakten aromatisiert. Die Markenprodukte aus der Apotheke enthalten dagegen nur Magnesium und fragwürdige Aromen unklarer Herkunft.

Wer die Brausetabletten von DocMorris kaufen will, muss jedoch Versandkosten in Kauf nehmen.

 Die in Wasser aufgelösten Magnesium Brausetabletten aus der Apotheke enthalten keine besseren Inhaltsstoffe alle anderen Anbieter.

Zusatzstoffe – harmlos oder gefährlich

Dann liegt der immense Preisunterschied wohl an den anderen Inhaltsstoffen oder nicht?

Manche Zusatzstoffe sind harmlos oder sogar gesund wie Vitamin C (E 300), andere sind aus gesundheitlicher Sicht nicht zu empfehlen. Dazu zählen Aromen unklarer Herkunft, künstliche Süßstoffe, Fruktose und Sorbit (Sorbitol).

Trennt sich hier also die Spreu vom Weizen? Welche Gefahren gehen von diesen Zusatzstoffen aus?

Natürliche Aromen

Natürliche Aromen ohne Angabe der Herkunft werden in der Regel unter Verwendung von Bakterien, Pilzen oder Enzymen biotechnologisch erzeugt. So können aus Schimmelpilzen Aromen hergestellt werden, die nach Pfirsich, Kokos oder Nüssen schmecken. Natürliches Aroma mit Himbeergeschmack kann aus Zedernholzöl gewonnen werden, natürliches Vanillin Aroma wird in der Regel gentechnisch erzeugt.

Wer dennoch auf Aroma nicht verzichten möchte, sollte nur natürliche Aromen mit Angabe der Fruchtsorte wählen wie natürliches Zitronen-, Orangen- oder Grapefruitaroma. Denn solche Aromen dürfen nur mit physikalischen Methoden ohne chemische Veränderung aus den benannten Fürchten extrahiert werden. Genau das macht DocMorris als einziger Testkandidat mit einer Kombination von natürlichem Citrus- und Grapefruitaroma.

Alle Magnesium Brausetabletten enthalten Aromen unklarer Herkunft; nur DocMorris brilliert mit ausschließlich natürlichen Frucht-Aromen.

Äpfelsäure

Äpfelsäure in Magnesium Brausetabletten hat die phantastische Eigenschaft, Aluminium zu binden. Daher lassen sich Äpfelsäure und deren Salze, die Malate, zur Ausleitung von Aluminium verwenden. Dies ist deshalb so gut, weil wir zum ersten Mal in der Evolution massenweise mit Aluminium in Kontakt sind und Aluminiumablagerungen im Gehirn mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung stehen.

Sieben der getesteten 24 Brausetabletten enthalten zusätzlich Äpfelsäure (siehe Tabelle).

Süßungsmittel – gesund oder gefährlich

Süßungsmittel lassen sich in Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe unterteilen:

Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe haben eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, ohne jedoch den Blutzuckerspiegel zu beeinflussen, weil sie insulinunabhängig verstoffwechselt werden. Sie werden meist aus Früchten und Gemüsen gewonnen und gelten daher als gesundheitlich unbedenklich. In Mengen über 20g / Tag können Zuckeraustauschstoffe jedoch abführend wirken. Denn sie werden im Darm nur langsam resorbiert und können durch ihre hohe Wasserbindefähigkeit den Stuhl aufweichen. Ihre Wirkung auf die Gesundheit ist jedoch nicht generell unbedenklich:

Während Birkenzucker (Xylit, E 967) und Inulin in Maßen die Gesundheit eher fördern, sollten Nahrungsmittel mit künstlich zugesetzter Fruktose eher gemieden werden. Das betrifft auch den Zuckeraustauschstoff Sorbit(ol), der im Körper zu Fruktose umgewandelt wird. So warnt sogar das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in seiner Stellungnahme Nr. 041/2009 vom 06. März 2009 vor Fruktosezusätzen in Nahrungsmitteln mit den Worten:

Eine Vielzahl neuerer Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass die verstärkte Aufnahme von Fruktose über industriell gefertigte Lebensmittel wie mit Fruktose gesüßte Limonaden nachteilig auf die Gesundheit wirkt: Adipositas wird gefördert, da hohe Fruktosemengen die hormonelle Gewichtsregulierung beeinflussen, und die Entstehung des metabolischen Syndroms, das in engem Zusammenhang mit Diabetes mellitus Typ 2 zu sehen ist, wird begünstigt. Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass die Aufnahme hoher Fruchtzuckermengen zu einem vermehrten Auftreten von Insulin im Blut, zur krankhaften Erhöhung der Blutfette sowie der Harnsäure im Blut führt. In Humanstudien zeigte sich, dass der starke Verzehr von Fruktose die Neubildung sowie die Einlagerung von Fetten im Fettgewebe und in der Leber fördert und damit im Zusammenhang mit der nicht alkoholisch bedingten Fettleber, einem frühen Anzeichen für das metabolische Syndrom, sowie mit erhöhten LDL-Cholesterin- und Blutfettwerten, beides Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen, zu sehen ist.”

Deswegen meine Empfehlung:

Finger weg von Magnesium Brausetabletten, die Fruktose-Zusätze oder Sorbit(ol) enthalten.

Süßstoffe

Süßstoffe werden generell synthetisch hergestellt. Sie übertreffen die Süßkraft von Haushaltszucker um den Faktor 30 bis 3000. Da Süßstoffe in der Natur jedoch nicht vorkommen, können sie die Gesundheit und die Umwelt beeinträchtigen.

So haben offenbar 5% der Bevölkerung bestimmte Bakterien in der Darmflora, die den Süßstoff Cyclamat in das giftige Cyclohexylamin umwandeln. Cyclamat ist in den USA aufgrund der nicht ausgeräumten gesundheitlicher Bedenken verboten.

Der Süßstoff Aspartam zerfällt im Körper in das giftige Methanol und die beiden Aminosäuren Aspartat und Phenylalanin. Etwa einer von 7000 Deutschen leidet aufgrund eines angeborenen Enzymdefekts unter der Stoffwechselstörung Phenylketonurie (PKU). Die unkontrollierte Einnahme von Phenylalanin kann bei den betroffenen Menschen zu lebensgefährlichen Komplikationen führen. Aspartat ist ein Neurotransmitter, der, wenn er ins Gehirn gelangt, zu neurologischen Störungen führen kann.

Magnesium Brausetabletten 243 mg von Sandoz® enthalten den Aspartam und sind deshalb eher nicht zu empfehlen.

Deshalb haben die Lebensmittelbehörden Grenzwerte für den Konsum und den Gebrauch von Süßstoffen festgelegt, die sogenannten ADI-Werte. ADI steht für „acceptable daily intake“ also “akzeptable tägliche Einnahme”. Der ADI-Wert wird in mg/kg Körpergewicht und Tag angegeben und gilt als diejenige Menge, die täglich lebenslang eingenommen werden kann, ohne dass unerwünschte Wirkungen zu erwarten sind. Die ADI-Werte für die in den untersuchten Brausetabletten verwendeten Süßstoffe sind in folgender Tabelle aufgelistet:

E-Nr.

Süßungsmittel

ADI-Wert
[mg/kg]

Relative Süßkraft
(Saccharose: 1)

E 950 Acesulfam K 9 130-200
E 951 Aspartam 40 200
E 952 Cyclamat 7 30-50
E 954 Saccharin 5 300-500
E 955 Sucralose 15 600
E 960 Steviaglycoside 4 40-300

Das Problem mit den ADI-Werten

Die Einhaltung der ADI-Werte ist nur möglich, wenn man weiß, wieviel Milligramm eines Süßstoffes man mit einer Magnesium Brausetablette aufnimmt. Dies ist auch deshalb gesundheitsrelevant, weil Süßstoffe auch in anderen Produkten wie Light-Getränken, Light-Produkten, Süßigkeiten oder Kaugummi enthalten sind. Daher ist es nicht nachvollziehbar, warum keiner der Hersteller die verwendeten Süßstoffmengen in seinen Magnesium Brausetabletten deklariert. Die einzige lobenswerte Ausnahme sind die mit Stevia gesüßten “KRÜGER Day by Day Magnesium Brausetabletten“.

Ein anderes Problem besteht darin, dass die ADI-Werte davon ausgehen, dass man nur eine Art von Süßstoff zu sich nimmt. Fast alle Magnesium Brausetabletten enthalten jedoch eine Kombination mehrer Süßstoffe, meist Cyclamat und Saccharin. Andere Light-Produkte verwenden zusätzlich Aspartam, Sucralose, Acesulfam K und andere Süßstoffe.

Genauso wie die Süßkraft einer Kombination zweier Süßstoffe mehr als die Summe der Süßkraft der Einzelkomponenten ist, ist davon auszugehen, dass sich auch die schädlichen Nebenwirkungen der Süßstoffen bei einer kombinierten Gabe gegenseitig verstärken.

Über die Langzeitwirkungen einer kombinierten Einnahme von Süßstoffen gibt es bislang jedoch so gut wie keine Erkenntnisse.

Ferner sollte man bedenken, dass die meisten Süßstoffe künstlich hergestellte körperfremde Chemikalien sind, mit denen der Mensch während seiner gesamten Evolution noch nie in Kontakt gekommen ist. Wie sich Süßstoffe über mehrere Generationen hinweg auf den Organismus auswirken, ist bis heute unbekannt – schon gar nicht hinsichtlich der üblichen Kombination von Süßstoffen.

Nicht zuletzt werden viele Süßstoffe in den Kläranlagen nicht vollständig abgebaut und sind inzwischen in vielen Flüssen, Seen und sogar im Grundwasser zu finden. Dies gilt insbesondere für Acesulfam, aber auch für Cyclamat, Sucralose und andere Süßstoffe, wie das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie in seinem Jahresbericht 2012 feststellt. Welche Wirkungen sich daraus für die Tier- und Pflanzenwelt ergeben, ist unklar.

Süßstoff stört Darmflora und Glukose-Metabolismus

Süßstoffe können die Insulinausschüttung steigern (Malaisse et al. 1998), das Körpergewicht, den Nüchtern-Blutzucker und den HbA1c-Wert erhöhen, die Darmflora schädigen und dadurch eine Glukose-Intoleranz (Vorstufe von Diabetes Typ II) bei Tieren und Menschen auslösen. Das berichteten sowohl das Ärzteblatt in seiner Ausgabe vom 18. September 2014 als auch die Fachzeitschrift Natur (Suez et al. 17.09.2014).

Süßstoffe und Diabetes

Eine Studie mit 66.118 Frauen enthüllte, dass Teilnehmerinnen, die durchschnittlich 359ml gesüßte Getränke pro Woche tranken, im Vergleich zu denen, die keine gesüßten Getränke zu sich nahmen, ein um 34% höheres Risiko hatten, innerhalb von 14 Jahren an Diabetes Typ II zu erkranken. Konsumierten sie 603ml gesüßte Getränke pro Woche stieg ihr Diabetes-Diabetes-Risiko sogar um mehr als das Doppelte. Das erschreckendste Ergebnis der prospektiven Studie war jedoch, dass es keinen Unterschied machte, ob die Getränke mit Süßstoff oder mit Zucker gesüßt waren. Auffallend war ebenso, dass der Konsum von natürlichen Fruchtsäften das Diabetes-Risiko nicht erhöhte, obwohl Fruchtsäfte natürlicherweise bis zu 10% Fruktose enthalten können (Fagherazzi et al. 2013, The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 97, Issue 3, 1 March 2013, Pages 517–523).

 Studien bestätigen:

Süßstoffe erhöhen das Diabetes-Risiko genauso wie Zucker!

Süßstoffe fördern Schlaganfall und Demenz

 Süßstoff – nicht jedoch Zucker – in Getränken kann das Risiko für Schlaganfall, Demenz und Alzheimer beinahe verdreifachen!

Zu diesem Ergebnis kam Studie mit über 4000 Teilnehmern (Pase et al. 2017).

Süßstoff in der Schwangerschaft macht Kinder dicker

Eine andere Studie mit über 3000 Schwangeren zeigte, dass Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Süßstoff konsumieren, ein doppelt so hohes Risiko haben, mit einem Jahr übergewichtig zu sein (Azad et al. 2016).

Süßstoffe scheinen also alles andere als gesundheitlich unbedenklich zu sein, obwohl sie als Zusatzstoffe zugelassen sind. Die Zulassung von Zusatzstoffen für Lebensmittel und die Festlegung ihrer Grenzwerte unterliegt jedoch bekanntermaßen nicht nur gesundheitlichen Kriterien. Sie ist auch und manchmal sogar überwiegend von wirtschaftlichen Interessen geprägt.

Alle Magnesium Brausetabletten enthalten riskanten Süßstoffe. Nur ein Hersteller verwendet ausschließlich Steviaglycoside.

Cyclamat ist in den USA wegen des Verdachts einer krebserzeugenden (karzinogenen) Wirkung bis heute verboten. In Speiseeis und Kaugummis ist Cyclamat auch in der EU nicht zugelassen.

Aber auch Steviaglycoside, die Extrakte aus der im Amazonas heimischen Pflanze “Stevia rebaudiana”, sind gesundheitlich nicht unbedenklich. Da Steviablätter von der indigenen Bevölkerung in Paraguay und Brasilien jedoch seit Jahrhunderten zum Süßen und als temporäres Contrazeptivum für Männer genutzt wird, liegt die Vermutung nahe, dass Steviaglycoside noch am ehesten tolerabel sind.

Mehrwert Vitamine und Mineralstoffe

Viele Magnesium Brausetabletten enthalten neben Magnesium auch noch essentielle Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Selen, Eisen und Jod oder auch Vitamine (B-Komplex, C, E) oder sogar beides. Wer hier eine Unterversorgung hat, kann oft ohne Aufpreis zusätzlich profitieren.

Da viele Frauen einen Eisenmangel haben, beinahe jeder einen Vitamin B12-Mangel hat und Deutschland ein Jod-Mangelgebiet ist, ist eine Nahrungsergänzung hier meist sinnvoll.

Grundsätzlich können Nahrungsergänzungsmittel natürlich keine gesunde Ernährung ersetzen. Wenn aber ein Mangel vorliegt, sind Magnesium Brausetabletten mit Mineralien und Vitaminen hochwertiger und nicht unbedingt teurer als solche, die nur Magnesium enthalten.

Eines sollte man dabei allerdings bedenken: Zu viel Zink kann einen Kupfermangel auslösen, zu viel Calcium einen Magnesiummangel. Daher sollte man hier mit Bedacht vorgehen.

Ob und welche Mineralien oder Vitamine in den Brausetabletten enthalten sind, können Sie der Tabelle entnehmen und so bedarfsgerecht supplementieren.

Viele Magnesium Brausetabletten enthalten zusätzlich wichtige Mineralien und Vitamine.

Magnesium Brausetabletten Schwangerschaft

Der Gebrauch von Magnesium Brausetabletten in der Schwangerschaft ist aufgrund ihres Gehalts and Süßstoffen nicht zu empfehlen. Da Schwangere jedoch verstärkt von Magnesiummangel betroffen sind, sollten Sie zur Vermeidung von vorzeitigen Wehen, Präeklampsie und Fehlgeburten auf magnesiumreiche Lebensmittel setzen und bei Bedarf nach Rücksprache mit ihrem Arzt gute Magnesium Kapseln wie Trimagnesiumdicitrat, Magnesiumglycinat, Magnesiummalat oder Magnesium-L-Threonat einnehmen.

Diese Mg-Brausetabletten sollten sie nicht nehmen

Die Brausetabletten von Sandoz® und Verla® liefern Magnesium in Form von Magnesiumaspartat und sind daher nicht zu empfehlen.

Magnesiumaspartat enthält freie Asparaginsäure, die ins Gehirn gelangen kann und dort als Neurotransmitter die Signalübertragung stören kann. Beide Produkte gehören zu den stark überteuerten apothekenpflichtigen Magnesiumpräparaten. Sie enthalten keine zusätzlichen Vitamine oder Mineralstoffe und außerdem fragwürdige Aromen undefinierter Herkunft, Sorbitol und Aspartam (Sandoz).

Magnesium Brausetabletten dm

Die Magnesium Brausetabletten von dm (DAS gesunde PLUS Magnesium Brausetabletten) sind mit 2 Cent für die empfohlene Tagesdosis von 375 mg elementarem Magnesium zwar am günstigsten. Sie enthalten jedoch Sorbit und sind daher genauso wie die 400 mg Variante von dm für 8,2 Cent /375 mg Magnesium auf Dauer nicht zu empfehlen.

Magnesium Brausetabletten Aldi

Die Brausetabletten von Aldi der Marke Multinorm (240 mg Mg) haben eine ähnliche Zusammensetzung wie die von DocMorris, sind aber mit den Süßstoffen Cyclamat und Saccharin anstelle von Stevia gesüßt und enthalten anstelle natürlicher Fruchtaromen nur Aromen undefinierter Herkunft. Auf Dauer sind auch sie nicht empfehlen.

Biolectra Magnesium Brausetabletten

Die Bioelectra Magnesium Brausetabletten gibt es in drei Versionen (siehe Tabelle):

  1. Bioelectra® Magnesium 150 mg Brausetabletten
  2. Bioelectra Magnesium 243 forte mit Kalium + Äpfelsäure + Sorbit
  3. Bioelectra® Magnesium 365 fortissimum

Alle drei Varianten sind apothekenpflichtigen, extrem hochpreisig und mit Cyclamat und Saccharin gesüßt. Sie enthalten keine Vitamine und keine anderen Mineralien außer Magnesium. Am ehesten zu empfehlen, sind die Brausetabletten mit 365 mg Magnesium, weil sie von den drei Varianten pro Tagesdosis am preiswertesten sind, die wenigsten Süßstoffe und kein Sorbit enthalten. Die 150 mg Brausetablette ist mit 125 ct / Tagesdosis das mit Abstand teuerste Magnesiumpräparat im Test.

Magnesium Verla Brausetabletten

Die Magnesium Verla ® Brausetabletten sind die zweitteuersten Magnesium Tabletten im Testfeld und haben den mit Abstand niedrigsten Magnesiumgehalt. Sie bekommen auch deshalb keine Kaufempfehlung, weil sie neben den Süßstoffen Cyclamat und Saccharin auch noch Sorbit und – als einziger Testkandidat – sogar Fruktose-Zusätze enthalten. Ein Mehrwert in Form von Vitaminen oder anderen Mineralien sucht man ebenfalls vergebens.

Fazit und Testergebnis

Die Preise von Magnesium Brausetabletten schwanken zwischen 2 Cent und € 1,25 für den empfohlenen Tagesbedarf an elementarem Magnesium (375 mg). Alle Magnesium Brausetabletten haben bei korrekter Anwendung (nicht mehr als 125 mg Mg / Mahlzeit) in etwa die gleiche Bioverfügbarkeit. Sie alle werden mit den künstlichen Süßungsmitteln gesüßt und eignen sich daher nicht für eine dauerhafte Anwendung.

Wer gefährlichen Magnesiummangel dauerhaft beseitigen will, sollte seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten wie beschrieben anpassen und über mehrere Monate ein gutes Magnesiumpräparat (s. o.) einnehmen bis die Magnesiummangel-Symptome verschwunden sind.

Die Hersteller täten gut daran, die Süßkraft Ihrer Magnesium Brausetabletten zumindest zu halbieren, die Süßstoffe durch Zuckeraustauschstoffe wie Xylit zu ersetzen und – wenn überhaupt – nur noch moderate Mengen von natürlichen Aromen unter Angabe der Fruchtsorte zu verwenden. Diese Qualitätskriterien erfüllt bislang kein Hersteller von Magnesium Brausetabletten.

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